Berlin, 22. Juni 2026 – Eine kunstvoll geschnitzte Holz-Madonna aus dem Grödner Tal hat ihren Platz im Haus des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin eingenommen. Als Schutzpatronin der Auszubildenden im Handwerk wird die Figur für die kommenden sechs bis neun Monate im Foyer des ZDH ausgestellt und dort Besucherinnen und Besucher aus Politik, Wirtschaft und Handwerk empfangen.
Die Madonna wurde von einer Delegation aus Dortmund und Bochum nach Berlin gebracht. Den Transport übernahmen Obermeister Edgar Pferner (Friseur-Innung Bochum) sowie Obermeister Frank Kulig (Friseur-Innung Dortmund Hagen Lünen). Gemeinsam präsentierten sie die Figur zunächst bei einem Treffen vor dem Deutschen Bundestag mit der Bundestagsabgeordneten Katja Strauss-Köster sowie Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und Stellvertreter des Generalsekretärs. Anschließend wurde die Madonna in den Hauptsitz des ZDH überführt, wo sie nun für sechs bis neun Monate ausgestellt wird.
Die sogenannte „Maria des Handwerks“ steht weit über ihre religiöse Bedeutung hinaus für die Werte, die das Handwerk seit jeher prägen: Ausbildung, Gemeinschaft, gegenseitigen Respekt und die Förderung junger Menschen. Nach der Überlieferung aus dem Grödner Tal symbolisiert sie die friedliche und gleichberechtigte Ausbildung aller Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion.
Die gefalteten Hände der Madonna stehen sinnbildlich für den Wunsch nach einem respektvollen Miteinander und für die gemeinsame Verantwortung, jungen Menschen durch Bildung und handwerkliche Ausbildung Perspektiven zu eröffnen. Sie erinnert daran, dass das Handwerk Brücken baut – zwischen Generationen, Kulturen und Nationen – und damit einen wichtigen Beitrag für ein friedliches Zusammenleben leistet.
Mit ihrer Ausstellung im Haus des Deutschen Handwerks erhält dieses besondere Symbol einen prominenten Platz im politischen Zentrum Deutschlands. Zahlreiche Gäste aus Handwerk, Politik und Gesellschaft werden die Figur in den kommenden Monaten sehen und ihre Botschaft mitnehmen: Ausbildung schafft Zukunft, Handwerk verbindet Menschen. Die Dortmunder Delegation verbindet mit der Übergabe den Wunsch, die Bedeutung der beruflichen Bildung und des Handwerks noch stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels setzt die „Maria des Handwerks“ ein sichtbares Zeichen für die Wertschätzung des Handwerks und für die Förderung des handwerklichen Nachwuchses.
Die Geschichte der Madonna aus dem Grödner Tal beschreibt sie als Symbol für Toleranz, Achtung und Respekt gegenüber allen Menschen und ihren Fähigkeiten. Gelingt es, diese Werte im Alltag zu leben, so heißt es in der Überlieferung, werde sie „nicht nur ein Segen für das Handwerk, sondern für die ganze Menschheit“.

Bildunterschrift:
Obermeister Edgar Pferner/Friseur-Innung Bochum (3. von rechts) und Obermeister Frank Kulig/Friseur-Innung Dortmund Hagen Lünen (links) übergaben die „Maria des Handwerks“ am 22. Juni 2026 in Berlin. Nach einem Treffen mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Strauss-Köster (2. von links) und Karl-Sebastian Schulte/ZDH (2. von rechts) wurde die Holz-Madonna in den Hauptsitz des Zentralverbands des Deutschen Handwerks gebracht, wo sie für sechs bis neun Monate ausgestellt wird.